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Profil für Sexdating: so wirkt es und schützt Sie

Ein gutes Profil für Sexdating sagt klar, was Sie suchen, ohne zu viel über Ihr Leben zu verraten. Dieser Ratgeber zeigt, wie Fotos, Name und Text zusammenspielen und wo Diskretion beginnt.

Titelgrafik: Profil für Sexdating

Von der Redaktion SexdatingApps.at ·

Was ein Profil für Sexdating leisten muss

Ein Profil auf einer Casual-Dating-Seite hat zwei Aufgaben, die sich auf den ersten Blick widersprechen. Es soll zeigen, wer Sie sind und was Sie suchen, damit die richtigen Menschen schreiben. Und es soll so wenig wie möglich über Ihren Alltag verraten, damit niemand Sie ungewollt erkennt. Beides gelingt, wenn Sie Persönlichkeit zeigen und Identität zurückhalten.

Persönlichkeit heißt: Humor, Vorlieben, Tempo, die Art, wie Sie schreiben. Identität heißt: voller Name, Wohnadresse, Arbeitgeber, Telefonnummer, Geburtsdatum. Das Erste gehört ins Profil, das Zweite nicht. Der Anbieter kennt ohnehin Ihre E-Mail-Adresse und gegebenenfalls Ihre Zahlungsdaten; andere Mitglieder brauchen viel weniger, um sich ein Bild zu machen.

Fotos: anziehend, aber nicht identifizierbar

Ohne Foto bekommen Sie kaum Antworten. Das heißt nicht, dass Ihr Gesicht auf dem ersten Bild sein muss. Viele wählen ein Hauptfoto, das Stimmung zeigt: eine Silhouette im Gegenlicht, ein Ausschnitt im Halbprofil, Hände um eine Kaffeetasse, ein Bild mit Sonnenbrille am See. Achten Sie auf den Hintergrund: Straßenschilder, das Firmenlogo am Pullover, das erkennbare Wohnzimmer oder ein Auto mit Kennzeichen verraten oft mehr als Ihr Gesicht.

Profil für Sexdating: eine Frau hält Lichterketten in den Händen
Foto: Matheus Bertelli, CC0 1.0, via Openverse

Einige Dienste helfen dabei. Feeld beschreibt im App Store private Fotos, die nur Verbindungen sehen. JOYclub nennt einen diskreten Chat per Pseudonym und einen Unsichtbar-Modus. Laut C-Date sind keine Klarnamen nötig, und der Dienst gibt an, alle Nutzer und Bilder zu prüfen; diese Angabe ist nicht überprüft. Nutzen Sie solche Funktionen, statt nur darauf zu hoffen, dass niemand genau hinsieht. Weitere Bilder können Sie ausgewählten Kontakten später zeigen, sobald Vertrauen da ist.

Laden Sie keine Bilder hoch, die Sie schon auf Instagram, Facebook oder LinkedIn verwenden. Über eine umgekehrte Bildersuche lässt sich sonst Ihr öffentliches Profil finden. Freizügige Fotos gehören nicht ins öffentlich sichtbare Profil: Was einmal gespeichert ist, entzieht sich Ihrer Kontrolle.

Name, Alter, Ort: was andere wirklich brauchen

Ein Spitzname, der nichts mit Ihrem echten Namen oder Ihrer E-Mail-Adresse zu tun hat, ist schon die halbe Diskretion. Vermeiden Sie Kombinationen aus Vorname und Geburtsjahr, die Sie auch anderswo nutzen. Das Alter darf stimmen, und es sollte stimmen: Ehrlichkeit an dieser Stelle verhindert Enttäuschung beim Treffen.

Beim Ort reicht die Stadt oder der Bezirk. In Wien oder Graz verschwinden Sie in der Menge; in einer kleinen Gemeinde fallen schon wenige Details auf. Wer dort diskret bleiben möchte, gibt die nächstgrößere Stadt an oder nutzt einen Suchradius statt einer genauen Position. Beruf und Branche gehören nur so allgemein ins Profil, dass niemand daraus Ihren Arbeitsplatz ableiten kann: «im Gesundheitsbereich» statt der Station im Landesklinikum.

Saferinternet.at erinnert in seinem Überblick zum Datenschutz im Internet daran, dass es hundertprozentigen Datenschutz nicht gibt und dass wir für einen großen Teil der Daten über uns selbst verantwortlich sind. Dort finden Sie auch Hinweise zu sicheren Passwörtern und zur Zwei-Faktor-Authentifizierung. Für ein Datingkonto heißt das: ein eigenes, starkes Passwort und, wo möglich, eine zweite Bestätigung beim Einloggen.

Der Profiltext: klar sagen, was Sie suchen

Auf Sexdating-Seiten ist Offenheit ein Vorteil. Schreiben Sie, ob Sie etwas Einmaliges, etwas Regelmäßiges oder zuerst einen Abend zum Kennenlernen suchen. Nennen Sie, was Ihnen wichtig ist: Diskretion, Humor, Gepflegtheit, Verlässlichkeit. Wer seine Grenzen gleich mitnennt, spart sich viele Nachrichten, die ohnehin nicht passen würden.

Lesen Sie Ihren Text vor dem Speichern einmal laut. Klingt er nach Ihnen oder nach einer Vorlage? Ein Profiltext muss nicht lang sein; fünf bis acht ehrliche Sätze wirken stärker als eine Liste von Ansprüchen. Verzichten Sie auf lange Aufzählungen dessen, was Sie nicht wollen. Eine kurze Grenze ist hilfreich, ein ganzer Absatz voller Verbote schreckt auch passende Menschen ab.

Bleiben Sie dabei sinnlich statt explizit. Ein Satz wie «Ich mag Abende, die mit einem Glas Wein beginnen und offen enden» sagt viel und verrät nichts, was Ihnen später unangenehm sein könnte. Konkrete Wünsche besprechen Sie besser im Chat mit jemandem, der Ihr Interesse geweckt hat.

Ein paar Zeilen über Ihr Leben abseits der Dating-App machen das Profil lebendiger: was Sie am Wochenende gern tun, welche Musik läuft, ob Sie lieber in den Bergen oder am Wasser sind. Das gibt Gesprächsstoff für die erste Nachricht und zeigt, dass ein echter Mensch hinter dem Profil steht.

Profile für Paare und offene Beziehungen

Nicht jedes Sexdating-Profil gehört einer einzelnen Person. Laut App-Beschreibungen richtet sich JOYclub an Frauen, Männer und Paare, und Feeld spricht aufgeschlossene Singles und Paare aller Geschlechter an. Wer als Paar sucht, sagt das am besten gleich im ersten Satz und macht klar, ob beide schreiben oder nur eine Person. Das vermeidet Missverständnisse und zeigt Respekt gegenüber jenen, die nur eine Person treffen wollen.

Für Paare gelten die Regeln zur Diskretion doppelt. Ein gemeinsames Foto zeigt zwei Gesichter, zwei Arbeitsplätze, zwei Bekanntenkreise. Wählen Sie Bilder, auf denen keiner von Ihnen ohne Weiteres erkennbar ist, und sprechen Sie vorher ab, was Sie über sich erzählen. Ein gemeinsames Konto braucht ein gemeinsames Passwort, das sonst nirgends verwendet wird.

Wer in einer offenen Beziehung lebt und allein sucht, darf das ebenfalls schreiben. Ehrlichkeit über die eigene Situation zieht Menschen an, die damit gut umgehen können, und hält jene fern, für die das nicht passt. Verschweigen hilft niemandem, auch Ihnen nicht.

Echt wirken und Betrug vermeiden

Ein glaubwürdiges Profil zieht glaubwürdige Kontakte an. Profile mit perfekt ausgeleuchteten Fotos, ohne Text und mit übertriebenen Versprechen wirken wie Werbung und werden oft übergangen. Die Watchlist Internet beschreibt in ihrer Warnung vor Love Scams auf Dating-Portalen, dass Betrügerinnen oft mit aufreizenden Fotos oder sexueller Freizügigkeit arbeiten und Betrüger sich gern als Ärzte, Soldaten oder Piloten ausgeben. Wer selbst ein ehrliches Profil pflegt, erkennt solche Muster bei anderen schneller.

Nutzen Sie die Verifizierung, die Ihr Dienst anbietet. Tinder nennt im App Store eine Fotoverifizierung; andere Dienste prüfen Bilder nach eigenen Angaben vor der Freigabe. Ein bestätigtes Profil signalisiert, dass Sie echt sind, ohne dass Sie zusätzliche Details preisgeben müssen.

Prüfen Sie Ihr Profil nach ein paar Tagen noch einmal mit fremden Augen. Würde eine Kollegin Sie erkennen? Steht irgendwo ein Detail, das Sie lieber für sich behalten hätten? Ändern Sie es lieber früh als spät. Wie Sie darüber hinaus diskret bleiben, beim Bezahlen, am Handy und beim Löschen Ihres Kontos, steht im Ratgeber Diskret daten.

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Häufige Fragen

Muss mein Gesicht auf dem Profilfoto zu sehen sein?

Nein. Ein Stimmungsbild, eine Silhouette oder ein Ausschnitt reicht für den Anfang, und manche Dienste bieten private Fotos nur für ausgewählte Kontakte. Das Bild sollte aber echt sein und Sie zeigen.

Darf ich einen Spitznamen verwenden?

Ja, und für die Diskretion ist das sinnvoll. Laut C-Date sind dort zum Beispiel keine Klarnamen nötig.

Was gehört nicht ins Profil?

Voller Name, Adresse, Arbeitgeber, Telefonnummer und Geburtsdatum. Auch Fotos, die Sie schon in sozialen Netzwerken nutzen, sollten Sie nicht verwenden.

Wie offen darf der Profiltext sein?

Sagen Sie klar, was Sie suchen, aber bleiben Sie sinnlich statt explizit. Details besprechen Sie im Chat.

Bringt eine Verifizierung etwas?

Ja, ein bestätigtes Profil wirkt glaubwürdiger. Tinder nennt im App Store zum Beispiel eine Fotoverifizierung.

Wie schütze ich mein Datingkonto?

Mit einem eigenen, starken Passwort und, wo möglich, der Zwei-Faktor-Authentifizierung. Eine eigene E-Mail-Adresse ohne Ihren Namen hilft zusätzlich.